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Zum Motiv des Rasenmähers

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Einige, die zum ersten Mal das Werbemotiv für die Pfarrgemeinderatswahl 2006 in Händen hielten, waren – sagen wir einmal – irritiert, als sie einen Menschen sahen, der einen Rasenmäher über eine große Grünfläche schiebt. Zwar müssen Irritationen keineswegs von vornherein ungeeignet sein für Werbezwecke, wie zahlreiche Beispiele belegen. Aus dem Widerspruch heraus können sich anregende Nachfragen entwickeln.

Den Gestaltern des Plakates ging es jedoch um mehr, als bloß Anstoß zu erregen. Schließlich verwenden sie zur Werbung ein Bild aus dem Alltag: eine Grünfläche, auf der sich mehrere Menschen tummeln, die gehen, die sich ausruhen und eine Person, die mit dem Rasenmäher arbeitet. Aber der Blick konzentriert sich auf ein neues, markantes Zeichen, das aus dem Grün entsteht – ein Kreuz.Glaube als selbstverständlich gelebter Teil unseres täglichen Lebens, mitten unter uns. Sichtbares Zeichen einer Gesellschaft, die von Christen geprägt wurde und wird. Aber es braucht Menschen, die bereit sind, die Initiative zu ergreifen. Erst sie lassen das zentrale Zeichen des Christentums, das Kreuz, sichtbar werden.

In diesem Sinn soll das Plakat dazu ermutigen, aus der Zuschauerrolle herauszutreten und erkennbare Zeichen zu setzen. Es soll deutlich machen, dass Glaube aus Überzeugung gelebt werden darf und soll – so selbstverständlich wie all die anderen Dinge unseres täglichen Lebens.

Dr. Karl Eder, Geschäftsführer des Landeskomitees der Katholiken in Bayern